Mehrer Tassen Kaffee am Tag können helfen, Gedächtnisprobleme die bei Alzheimer erkrankten auftreten können, rückgängig zu machen. An der Universität von South Florida haben Wissenschaftler verschiedene Test an Mäusen durchgeführt. Dabei ist herausgekommen, dass Koffein die Produktion von Protein-Plaquen behindert, die für diese Krankheit charakteristisch sind.
Bereits früher war man auf die schützende Wirkung von Koffein aufmerksam geworden. Experten aus England vom Alzheimer Research Trust, zu der auch Rebecca Wood gehört, weisen allerdings darauf hin, dass man Alzheimer Patienten nicht mit Nikotin Tabletten behandeln sollte.
Ein Test mit Mäusen
Für diesen Test wurden Mäuse gezüchtet, die das Alzheimer-Symptom aufwiesen. Und es wurde geprüft, ob diese Mäuse im Alter von ca. 18-20 Monaten wirklich Gedächtnisprobleme hatten. Beim Menschen entspricht dies einem Lebensalter von ca. 70 Jahren.
In dem anschließenden Test erhielt dann die eine Hälfte der Tiere Trinkwasser mit Koffein. Der Rest erhielt nur Wasser. Die im Trinkwasser enthaltene Menge an Koffein entsprach einer Dosis von 5 Tassen Kaffee. Das ist die Menge, die auch zwei Milchkaffees, zwei Cappuccinos, 14 Tassen Tee oder 20 Limonaden enthalten ist.
Nach 8 Wochen wurden die Mäuse wieder getestet. Die Mäuse, die das Koffein erhalten hatten, schnitten besser ab, als die Mäuse, denen man das Koffein vorenthalten hatte. Bei dem Test wurde das Gedächtnis und die Denkfähigkeit geprüft. Die Mäuse erzielten die gleichen Ergebnisse, wie Mäuse ohne Alzheimer.
Die Menge an Plaquen verringerte sich bei den Mäusen, die Koffein zu sich genommen hatten um fast 50 Prozent. Koffein kann auch die Produktion von Enzymen beeinflussen, das zeigte sich bei den Ergebnissen weiterer tests.
Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen
Die meisten Menschen können Koffein problemlos verabreicht werden. Es gelangt direkt ins Gehirn und scheint den Kreislauf direkt zu beeinflussen. Es ist zu prüfen, ob die Menge von 500 Milligram Koffein ausreichend ist, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Die meisten Menschen könnten diese Menge ohne große Bedenken zu sich nehmen. Davon ausgenommen sind bestimmte Risikogruppen, z.B. Menschen mit hohem Blutdruck und Schwangere.